Länder wollen Weiterentwicklung der Corona-App

Im Sommer verkündete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn voller Stolz, dass die Corona-Warn-App an den Start gehen und eine große Rolle im Kampf gegen Covid19 spielen könne. Doch dank zahlreicher technischer Probleme und Datenschutzbedenken stößt sie bei der Bevölkerung auf wenig Gegenliebe. Auch fünf Monate nach dem Start scheiden sich die Geister darüber, wie viele Infektionen durch die corona app tatsächlich verhindert werden könnten, wenn ein Großteil der Bevölkerung sie nutzen würde. Dennoch setzen die Länderchefs weiterhin auf die App und hoffen, dass sie durch eine Weiterentwicklung ein wichtiger Baustein der Pandemiebekämpfung werden wird.

So funktioniert die Corona-Warn-App

Die Corona App kann messen, ob der Abstand zwischen dem Nutzer und einer positiv getesteten Person über längere Zeit weniger als zwei Meter betragen hat. Hat die infizierte Person sein Laborergebnis in der App vermerkt, werden andere Nutzer gewarnt.

Neue Funktionen sollen die Corona-App attraktiver machen

Wie die Deutsche-Presse-Agentur berichtet, setzen die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Bundesländer vor allem auf die Weiterentwicklung des digitalen Hilfsmittels. Laut einem Beschlussentwurf der Länder für die Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel soll die App innerhalb der nächsten sechs Wochen neue Updates erhalten. So sollen Smartphones und Tablets, auf denen die App installiert ist, anonyme ID-Nummern austuschen können, wodurch Begegnungen mit anderen Menschen auf dem Gerät gespeichert werden können ohne die Bewegungsdaten oder andere persönliche Informationen aufzuzeichnen. Ein positiv getesteter Bürger kann seine Laborergebnisse in der App notieren. Hatten andere Nutzer innerhalb von 14 Tagen Kontakt zu der Person, werden sie sofort informiert und können sich testen lassen und sich in Quarantäne begeben.

Nach dem Start im Juni wurde die App bereits mehrfach aktualisiert. Vor allem die technischen Fehler machten den Nutzern zu schaffen. Zudem wurden neue Funktionen installiert. Die Beschlussvorlage sieht ein einfacheres Wanrsystem vor sowie automatische Erinnerungen zur Information der Kontaktpersonen des Infizierten und eine kleine Datenbank für Informationen zum Verlauf der Infektion.

Auch eine technische Umstellung zur Verbesserung der Messgenauigkeit sowie eine Verkürzung der Benachrichtigungsintervalle über eine Warnung ist geplant.

Diese Funktionen sollen kommen

Bis zum Jahresbeginn 2021 sollen weitere Funktionen nach dem Willen der Bundesländer hinzu kommen um die corona app attraktiver zu machen und die Pandemie besser eindämmen zu können bis genügend Impfstoff zur Verfügung steht. Geplant ist unter anderem die Einbindung eines Kontakttagebuchs. Auch wird die Entwicklung einer digitalen Anmeldefunktion für die Gastronomie und Veranstaltungen derzeit geprüft Laut Länder-Papier soll diese bald umgesetzt werden und den Nutzern 2021 zur Verfügung stehen. Gespräche zwischen Bund und Ländern, App-Entwicklern, Wissenschaftlern und Datenschützern sollen zeitnah stattfinden.

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