Hohe Verluste bei vielen Airlines

Die Corona-Pandemie erschüttert die weltweite Wirtschaft. Nachdem das Virus erstmals in China ausgebrochen war, waren wenige Monate später sämtliche Länder auf anderen Kontinenten wie Europa, Asien oder Amerika betroffen. Eine Vielzahl an Flügen wurden ab März weltweit gestrichen. Auch einige Monate später ist die weltweite Nachfrage an Flügen nicht mehr die selbe. Während viele Flüge gestrichen werden mussten, fliegen andere Fluggesellschaften mit Flugzeugen mit einer deutlich geringeren Anzahl an Passagieren. Deshalb machten viele der Airlines Verluste. Dieser belief sich bei einigen in Milliarden-Höhe. Damit ist die Höhe der Verluste noch deutlich höher als zunächst angenommen und kalkuliert.

Die Verluste sowohl in 2020, als auch im folgenden Jahr in 2021, würden aufgrund der Pandemie noch größer sein. Dies geht aus einer Analyse des Weltluftfahrtverbands IATA hervor. Über die gesamte Branche hinweg betrage die Höhe des Verlustes rund 118,5 Milliarden US-Dollar. Umgerechnet sind dies rund 99,9 Milliarden Euro in diesem Geschäftsjahr. Diese Prognose für das Geschäftsjahr 2020 wurde seitens der IATA bei der Jahresversammlung, die in Amsterdam ausgetragen wurde, veröffentlicht. Somit ist die Höhe des prognostizierten Verlusts mehr als 30 Milliarden Euro höher als noch kürzlich vorhergesagt.

Neben der Vorhersage für das Geschäftsjahr 2020 machte der Weltluftfahrtverband auch eine Prognose für das Jahr 2021. Auch in dem nächsten Jahr wird die Branche noch unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu leiden haben und dabei, unabhängig von der Airline, deutliche Verluste hinnehmen müssen. Auf der Jahresversammlung stellt die IATA die Prognose auf, dass der Verlust in 2021 38,7 Milliarden Dollar betragen wird. Sollte diese Vorhersage, die in den Nachrichten zu finden war, tatsächlich eintreffen und der Verlust so hoch sein, würde das Jahr als Jahr mit den zweithöchsten Verlusten in die Historie eingehen. Der Verband rechnet damit, dass die Situation weltweit auch im nächsten Jahr in der Branche noch so angespannt sein wird, dass mit solch hohen Verlusten auch im nächsten Jahr zu rechnen sei.

Der Weltluftfahrtverband bestätigte darüber hinaus, dass gerade die zweite Welle die Branche hart treffen würde. Deshalb wurden auch die Prognosen für 2021 nach unten korrigiert, nachdem im Juni noch etwas bessere Vorhersagen für das nächste Jahr gemacht wurden.

Gleichzeitig kündigte die IATA auch an, dass sich eine positive Veränderung und ein Ergebnis mit weniger Verlusten erst Mitte 2021 abzeichnen könnte. Dabei hofft der Weltluftfahrtverband auf die Entwicklung und Effekt eines möglichen Impfstoffes. Sobald die Grenzen wieder nach und nach geöffnet werden und touristische Reisen wieder möglich sind, könnte sich auch die Lage entspannen und wieder mehr Nachfrage nach sich ziehen.

Die IATA kündigte an, dass Schnelltests auf das Corona-Virus eine Möglichkeit wären, um eine Sicherheit im Flugbetrieb zu haben und zu gewährleisten. Außerdem besteht die Hoffnung, dass die Entwicklung des Impfstoffes schon im nächsten Jahr so weit fortgeschritten ist, dass ein Flug ohne Schwierigkeiten möglich ist.

Bereits in den letzten Wochen und Monaten hat die Pandemie und daraus resultierende Krise eine Reihe an Airlines getroffen, die Insolvenz anmelden mussten. Die Nachfrage nach Flügen ist in der Folge so stark gesunken, dass viele Flugzeuge am Boden bleiben mussten.

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